Grillsaison – Hepatitis E

August 2019,  von J. Jedlicsek

In Deutschland erkranken jährlich ca. 400.000 Menschen an Hepatitis E. „Die in Deutschland gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) ge­mel­de­ten symp­to­ma­ti­schen Infektionen betreffen zu etwa drei Vierteln Personen über 40 Jahren und zu etwa zwei Dritteln Männer.“(RKI) Die Hepatitis E Viren kommen hauptsächlich in Produkten von Schwein und Wild (z.B. Wildschwein, Reh und Hirsch) vor, welche nur durchgegart verzehrt werden sollten. In Rohwürsten und Mett überlebt das Virus bis zu drei Monaten.
Über den Darm gelangt das Virus in die Blutbahn. Wenn das Immunsystem es nicht verhindert wandern die Viren in die Leber, wo sie sich vermehren und dadurch die Leberzellen zerstören.

Die Infektion mit dem in Deutsch­land vorkommenden Hepatitis-E-Virus verläuft über­wiegend ohne Symptome. Sympto­matische Infektionen verlaufen in der Regel akut mit milden Symp­tomen (Dunkel­färbung des Urins, Ent­färbung des Stuhls, Fieber, Ober­bauch­be­schwerden, Müdigkeit und Verlust des Appetits). Prinzi­piell ist jedoch ein breites Spek­trum der klinischen Symp­tomatik zu beobachten, wie zum Beispiel eher untypische neurologische Symptome (Nervenschmerzen, Hirnhautentzündung etc.) in schweren Fällen Schädigung der Leber.

Das Durchgaren bzw. Erhitzen auf über 71°C über mindestens 20 Minuten inaktiviert das Virus.  Zur Vermeidung von ungewollter Übertragung sollte auf eine gute Küchen­hygiene geachtet werden. Schwangere und Immungeschwächte Menschen sollten generell auf rohes Fleisch verzichten.

 

 

Quellen:

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/die-ratgeber/sendungen/hepatitis-e-infektion-beim-grillen-,video-93652.html (05.06.2019 / 18.40Uhr);

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisE.html (25.07.2019 / 10Uhr)

 

Notfalldose: alle wichtigen Informationen für (Ihre) Retter

Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan, eine Patientenverfügung, usw. Nur ist es für Retter meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden.

Die Lösung steht im Kühlschrank.

Ihre Notfalldaten kommen in die Notfalldose und werden in die Kühlschranktor gestellt. Nun haben sie einen festen Ort und können in jedem Haushalt einfach gefunden werden!

Eine Vorgehensweise, die auch im Ausland schon sehr erfolgreich ist. Sind die Retter bei Ihnen eingetroffen und sehen auf der Innenseite Ihrer Wohnungstür und dem‚ Kühlschrank den Aufkleber “Notfalldose“, so kann die Notfalldose umgehend aus Ihrer Kühlschranktür entnommen werden und es sind sofort wichtige und notfallrelevante Informationen verfügbar.

Nicht jedem gelingt es in einer Notfallsituation Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details zu machen. Auch kann es sein, dass in einer solchen Stress-Situation ein wichtiges Detail vergessen wird zu beschreiben – einmal ganz abgesehen bei Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit. Die Informationen in der Notfalldose sind auch eine große Hilfe für Angehörige, Freunde und Bekannte. Auch sie sind in einer Notfallsituation unter Stress und reagieren mitunter ganz unterschiedlich.

Darüber hinaus ist die Notfalldose für jeden Haushalt eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme.

Wie die kleine grün-weiße Plastikdose im häuslichen Kühlschrank eine lebensrettende Wirkung entfalten kann darüber informieren die Seniorenlotsen Rödermark ab sofort interessierte Bürger. Das Prinzip der ,,Notfalldose“ stellten die Lotsen kürzlich bei einem Info-Nachmittag im Caritas-Franziskushaus vor.

Interessierte Bürger können die Notfalldosen bei den Seniorenlotsen Rödermark für 2,50 Euro pro Stück erwerben und sich die Handhabung erklären lassen: Dienstags 15 bis 17 Uhr im Büro der Seniorenlotsen im Franziskushaus in Urberach, Ober-Rodener Straße 18-20, oder nach Absprache unter 0152 36374664

Presse: Offenbach-Post vom 11.07.2019

Mit Musik geht vieles leichter …

Ein Beitrag von: J. Jedlicsek

Die entspannende, heilsame Wirkung von Klängen, Melodien und Rhythmen sollten Sie für sich nutzen!

Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten“ (Friedrich Schiller)

Musik… ist eine Art Zuhause! Sie verbindet uns mit Erinnerungen.

Musik ist anregend! Sie kann müde Menschen munter machen.

Musik ist beruhigend! Sie kann und nervöse Menschen entspannen.

Musik ruft Emotionen wach! Sie kann Gefühle zum Ausdruck bringen und daran gekoppelte Leiden, wie zum Beispiel Schmerz, ebenfalls beeinflussen.

Musik kann neue Kommunikationswege erschließen: Zum Beispiel nach einen Schlaganfall. Auch der positive Einfluss auf Menschen mit Demenz ist erwiesen.

Machen Sie Musik hören zum Ritual! – Erholen, regenerieren, Kraft schöpfen

Einmal täglich aber mindestens einmal pro Woche! Denn nur durch die Wiederholung tritt eine gewünschte Wirkung ein.

  • Machen Sie sich bewusst, dass jetzt Ihre Zeit ist!
  • Hören Sie die Musik nicht zu laut
  • Die Musikrichtung selbst spielt dabei keine Rolle. Hauptsache, die Musik gefällt einem.
  • Beobachten Sie die Gedanken und Gefühle, die Ihnen durch den Kopf gehen und vergleichen Sie im Laufe der Woche, was an den vorangegangen Tagen war?

Hat sich etwas verändert?

 

Quellen: pflegepartner 4/2016 Artikel: „Musik? 1x pro Tag“; https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Musik-macht-gesund,musik598.html (2019/07/01) Artikel: „Musik macht gesund“; Bilder: https://de.wikipedia.org/wiki/Rezept_(Medizin) (2019/07/01); Pixabay.com

Gute Pflege erkennen – Was ist gute Pflege?

Mai 2019,  von J. Jedlicsek

Wer einen Pflegedienst in Anspruch nimmt ist auf eine gute, verlässliche Pflegequalität angewiesen. Doch was ist eine gute Pflegequalität?

Hierzu gehören neben einem respektvollen Umgang auch, dass die Pflege dem aktuellsten Fachwissen entspricht und dass die Pflegekraft für die jeweilige Aufgabe qualifiziert ist. Ebenso eine gute Beratung zu Pflegefragen, Risiken  und Vorbeugung. Allerdings können Pflegedienste auch nur die Leistungen erbringen, für die sie beauftragt wurden. Für gute Pflegedienste ist  Beratung und Zusammenarbeit mit Angehörigen deshalb sehr wichtig.  

Im Folgenden ein paar Hinweise an der Sie gute Pflege erkennen:

 

bringt eigenes Händedesinfektionsmittel mit
desinfiziert sich die Hände vor- und nach jeder Maßnahme (Bsp.: Körperpflege, Medikamente, Verbandswechsel), auch wenn Handschuhe getragen wurden!
trägt keinen Schmuck, Armbanduhr, langes offenes Haar, künstliche, lackierte oder lange Fingernägel
Einmalartikel, werden auch nur einmal verwendet! (Handschuhe, Nadeln etc.)
informiert/ berät bei Bedarf über notwendige Hygienemaßnahmen und Infektionsrisiken

 

erfragt und beachtet Gewohnheiten und Wünsche
unterstützt, die Körperpflege soweit wie möglich selbst zu übernehmen, um dadurch in Übung zu bleiben – „Wer rastet der rostet!“
kündigt einzelnen Handlungen bei der Pflege an und erklärt den Ablauf
Schützt die Intimsphäre  z.B. Türen schließen, nur den Teil des Körpers entkleiden, der gerade gepflegt wird
Die Hautfalten sind immer gut abgetrocknet, der Pflegedienst empfiehlt kein Hautpuder zu verwenden und klärt über die Gefahr des Klumpens und der Hautreizung auf
Der Pflegedienst informiert/ berät bei Bedarf über Hilfsmittel (Rollator, Haltegriffe, Ess- und Trinkhilfen), Möglichkeiten zur Entlastung (Tagespflege, Betreuungsleistungen, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege), zur Vermeidung von Risiken wie z.B. Stürzen, , Druckgeschwür, Thrombose, Lungenentzündung , sowie Anzeichen und Folge
Das darf nicht sein!
  • Der Pflegebedürftige wird gewaschen, obwohl er dies nicht oder nur durch eine bestimmte Person möchte!

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Autofahren im Alter

Betrag von J. Jedlicsek

Veränderte Wahrnehmung und körperliche Einschränkungen

Die eigenen körperlichen Veränderungen wahrzunehmen, fällt vielen schwer und sich diese einzugestehen noch viel mehr. Seien Sie ehrlich mit selbst!!

Wie Risiken, die Autofahren im Alter mit sich bringen minimieren?

  1. Regelmäßiger Besuch beim Optiker

Es soll ja schließlich niemand auf der Straße übersehen werden – Nah und Fern!

  1. Hörvermögen beim Hals-, Nasen-, Ohrenarztüberprüfen lassen!

Damit keine Hupe, Sirene und andere Verkehrsteilnehmer überhört werden.

  1. Regelmäßiger Check beim Arzt

Lassen Sie Reaktionsvermögen und Beweglichkeit überprüfen, vor allem im Nackenbereich wegen des Schulterblicks und ausreichend Kraft in den Beinen zum Bremsen!

  1. Einfachen Übungen zu Hause

Stärken Sie Ihre Muskelgruppen und Gelenke fürs Autofahren und bleiben geistig fit.

Fitnessübungen für Senioren: https://www.gewohnt-mobil.de/seniorengymnastik-die-besten-fitnessuebungen-fuer-senioren/

Übungen für das Gedächtnistraining: https://www.gewohnt-mobil.de/gedaechtnistraining-so-bleiben-sie-geistig-fit-im-alter/

  1. Das richtige Auto

Wählen Sie ein seniorengerechtes Auto, was Ihre Bedürfnisse erfüllt.

Hier ein Test des ADAC: https://www.autobild.de/bilder/adac-test-die-besten-autos-fuer-senioren-4327750.html#bild15

  1. Fahrsicherheitstraining für Senioren

Viele ältere Autofahrer fühlen sich dem Verkehr nicht mehr gewachsen, aufgrund von fehlender Routine, unsicherem Umgang mit der Technik oder dem erhöhten Verkehrsaufkommen.  Doch mit einem Fahrsicherheitstraining werden Sie wieder fit für die Straße. Auch gibt es freiwillige Mobilitätschecks von DEKRA, TÜV und ADAC. Dabei werden verschiedene Fähigkeiten geprüft, die Sie für das Autofahren brauchen:

  • Körperliche Voraussetzungen (Seh- und Hörvermögen, Beweglichkeit)
  • Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit
  • Ihr Fahrverhalten auf einer Teststrecke

Ihre Angaben werden anonym behandelt und im persönlichen Gespräch ausgewertet. Im Check enthalten ist auch ein Beratungsgespräch, falls die Ergebnisse auf eine nicht ausreichende Fahreignung hinweisen.

Links zu Angeboten von Fahrsicherheitstrainings:

Link zum Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht: https://www.ortsverkehrswacht-ruesselsheim.de/sicherheitstraining-pkw-motorrad-senioren/sicherheitstraining-f%C3%BCr-senioren/ Kontaktdaten zum Programm sicher mobil: Thomas Conrad, Landesgeschäftsstelle der Landesverkehrswacht Hessen Tel.: 069-634027 Mail: LVW_Hessen@t-online.de

Link zum Fahrsicherheitstraining des ADAC:
https://www.fsz-rhein-main.de/pkw/senioren-training/

Link zum Fahrsicherheitstraining des TÜV: https://akademie.tuv.com/shop/product/fahrsicherheitstraining-pkw-fur-senioren-5262

Auffrischungskurse für Senioren an Fahrschulen

Für Senioren, die sich erst wieder an das Autofahren gewöhnen müssen, weil zu Beispiel der Partner erkrankt ist, bieten viele Fahrschulen spezielle Auffrischungskurse für Senioren an. Diese decken sowohl Theorie als auch Fahrpraxis ab. Sie können Fahrstunden mit einem Fahrlehrer buchen oder an einem Gruppenkurs teilnehmen. Informieren Sie sich einfach bei den Fahrschulen in Ihrer Nähe.

Alternativen zum Autofahren  (TÜV)

Sie trauen sich das Autofahren nicht mehr zu? Keine Sorge, es gibt Alternativen, wie Bus, Bahn, Taxi oder Fahrdienste! Die dafür nur gelegentlich anfallenden höheren Kosten relativieren sich, wenn man bedenkt, dass der teure Unterhalt eines eigenen Wagens wegfällt: Die monatlichen Kosten für Benzin, Steuern, Versicherung, Reparaturen und Abschreibung summieren sich zu einem Betrag, der von den meisten Menschen unterschätzt wird.

Quellen: https://www.ergo.de/de/Ratgeber/kfz/autofahren-im-alter; https://www.apotheken-umschau.de/Altern/Sicher-Autofahren-im-Alter-549917.html; https://www.gewohnt-mobil.de/senioren-mobilitaet-autofahren-im-alter/ ; http://alter-pflegen.vitanet.de/rat-hilfe-alltag/autofahren/alternativen

Gut vorbereitet für die Pflegebegutachtung – Teil 2!

Dezember 2018, von J. Jedlicsek

Wie Sie sich gut vorbereiten auf den bevorstehenden Termin mit dem unabhängigen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK)

„Pflegebedürftigkeit kann jeden von uns treffen. Die Seniorenlotsen sind Wegweiser und Informieren Sie gerne!“

Das neue Begutachtungsinstrument ist in 6 „Module“ gegliedert, welche 64 Fragen enthalten. Mit jeder Antwort werden Punkte gesammelt, die anhand von Tabellen, unterschiedlich   (Modul 1 -10%, Modul 2 oder 3 - 15%, Modul 4 - 40%, Modul 5 – 20%, Modul 6 – 15%) gewichtet werden. Anschließend werden die Punkte zusammen gezählt und der Pflegegrad ermittelt.

Für jedes Modul gibt es eine Umrechnungstabelle, an der Sie die Punktzahl ablesen können, die zur Gesamtberechnung des Pflegegrades hinzugezählt wird. Hier ein Beispiel: In Modul 1 sind 9 Punkte gesammelt worden, d.h. das es zu 10% in die Gesamtbewertung einfließt und so 7,5 Punkte für die Gesamtbewertung gesammelt werden. ACHTUNG! In die Gesamtberechnung fließt lediglich (der höhere) Wert aus Modul 2 oder 3, es werden nicht die Punkte aus beiden Modulen angerechnet!

Pflegegrad 1 Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten 12,5 - 26,9 P.
Pflegegrad 2 Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten 27 -  47,4 P.
Pflegegrad 3 Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten 47,5 - 69,9 P.
Pflegegrad 4 Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten 70 - 89,9 P.
Pflegegrad 5 Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

90 - 100 P.

Modul 1 – Mobilität (Gewichtung 10%)

Hier geht es um die Bewegung und nur darum ob die Person rein körperlich (Körperkraft, Balance, Bewegungskoordination etc.) in der Lage ist, sich ohne personelle Hilfe, im Bett zu bewegen, stabil in einer Position zu sitzen, umzusetzen (Beispiel vom Bett in den Rollstuhl etc.), in der Wohnung zu bewegen und Treppen zu steigen.

Dies wird gegliedert in selbstständig (s), überwiegend selbstständig (üs), überwiegend unselbstständig (üu) oder unselbstständig (u).

Modul 2 – Kognitive und Kommunikative Fähigkeiten (Gewichtung 15%)

Hier wird betrachtet, ob Personen aus dem Alltag erkannt werden (Ehefrau/-mann, Pflegende etc.), ob örtliche, zeitliche Orientierung besteht, ob Erinnerung an wesentliche Ereignisse im Leben (Was gab es zum Frühstück, wie ist der Vormittag verlaufen, Geburtsjahr, Ehe, Beruf) bestehen. Können mehrschrittige Handlungen im Alltag allein durchgeführt werden (z.B. Kaffee kochen: Wasser einfüllen + Filter + Kaffeepulver + Maschine anmachen / ausschalten)

Können Entscheidungen im Alltag getroffen werden (Wetter angepasste Kleidung, Telefonieren, Freizeitbeschäftigung)? Werden Informationen verstanden die Bestandteil des Alltags sind?
Werden Risiken (wie z.B. Kerzen, Glatteis, verkehrsreiche Straße, Baustelle) richtig eingeschätzt? Können Ängste, Hunger, Durst, Schmerz mitgeteilt werden? Werden Aufforderungen sofort verstanden? Kann sich an einem Gespräch beteiligt werden (Gesprächsinhalt aufnehmen, sinngerecht antworten, weiterführen)?

Dies wird gegliedert in vorhanden/ unbeeinträchtigt (v), größtenteils vorhanden (g.v.), in geringem Maße vorhanden (i.g.v.), nicht vorhanden (n.v.)

ODER

Modul 3 - Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (Gewichtung 15%)

Gibt es Verhaltensauffälligkeiten in der Bewegung (ständiges herum-/weglaufen, betreten fremder Zimmer, Treppenhaus, ständiges Aufstehen und Hinsetzten, Hin und Her rutschen auf dem Sitzplatz/ Bett),  Nächtliche Unruhe (umherirren bis hin von aktiv sein in der Nacht und schlafen während des Tages), Selbstverletzung, Beschädigen von Gegenständen (wegstoßen/-schieben, treten, schlagen), aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen (Schlagen, Treten, Schubsen, Kneifen, Beißen, Kratzen, Spucken), verbale Auffälligkeiten (lautes Schreien, Schimpfen, Beschimpfen, Klagen ohne nachvollziehbaren Grund, ständiges Wiederholen von Sätzen und Fragen), Abwehr bei Unterstützung/  Pflege (Körperpflege, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, der Medikamenteneinnahm , Manipulation an Bsp. Kathetern, Infusionen etc.) Wahnvorstellungen (mit verstorbene, imaginäre Personen in Kontakt, der Glaube verfolgt oder bestohlen zu werden) , Ängste (Angstattacken, starke Sorgen), Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage (kaum Interesse an der Umgebung, keine Eigeninitiative, Motivation durch andere, wirkt traurig, apathisch, möchte das Bett am liebsten nicht verlassen), sozial inadäquate Verhaltensweisen (distanzloses Verhalten, auffälliges Einfordern von Aufmerksamkeit, unangemessene körperliche oder verbale sexuelle Annäherungsversuche, sich vor anderen Personen in unpassenden Situationen auskleiden), sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen ( Nesteln an der Kleidung, ständiges Wiederholen gleicher Handlungen, Verstecken / Horten von Gegenständen, Kotschmieren, Urinieren in die Wohnung)

Dies wird gegliedert in keine Beeinträchtigung (kB), geringe Beeinträchtigung  (gB), erhebliche Beeinträchtigung (eB), schwere Beeinträchtigung (sB), völlige Beeinträchtigung (vB)

ACHTUNG! In die Gesamtberechnung fließt lediglich (der höhere) Wert aus Modul 2 oder 3, es werden nicht die Punkte aus beiden Modulen angerechnet!

Modul 4 - Selbstversorgung (Gewichtung 40%)

Hier wird bewertet, ob die Aktivität praktisch allein durchgeführt werden kann. Unabhängig ob es körperliche oder mentale Ursachen gibt, weshalb die Unabhängigkeit eingeschränkt ist.

Kann der vordere Oberkörper komplett allein gewaschen werden? Kann der Kopf gewaschen werden? Kann der Intimbereich gewaschen werde? (vorne und hinten!), kann geduscht werden? Kann der Oberkörper (An-/Ausgekleidet werden? Auch BH!), kann der Unterkörper An-Aus gekleidet werden? (Auch Schnürsenkel!) Kann das Essen selbst mundgerecht zubereitet werden/ist das einschenken von Getränken möglich (auch allein) aufschrauben, kann selbst gegessen und getrunken werden? Kann die Toilette/ der Toilettenstuhl allein benutzt werden? Kann IK-Material allein gewechselt/ entsorgt werden? Besteht eine Ernährung über Magensonde oder über Port? Muss zusätzlich zum Port / der Magensonde Essen über den Mund gereicht werden? (z.B. um den Appetit / Geschmack wieder anzuregen – z.B.  Joghurt)

Dies wird gegliedert in selbstständig (s), überwiegend selbstständig (üs), überwiegend unselbstständig (üu) oder unselbstständig (u).

Modul 5 – Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (Gewichtung 20%)

Hier geht es darum, ob die Aktivität praktisch durchgeführt werden kann. Ist dies nicht der Fall, wird die Häufigkeit (Anzahl pro Tag/ pro Woche / pro Monat) der erforderlichen Hilfe betrachtet. Egal ob diese Hilfe von einer Pflegperson oder einer Pflegefachkraft übernommen wird, jedoch muss die Therapie voraussichtlich mind. 6 Monate bestehen und von einem Arzt angeordnet sein!

Die Berechnung im Modul 5 ist komplexer, hier werden 4 Zwischensummen gebildet!   (Frage 1-7, Frage 8-11, Frage 13-15, Frage 16)
Listen Sie alle ärztlichen An-/ Verordnungen auf. Listen Sie Arztbesuche auf, auch wenn diese seltener als monatlich stattfinden! Listen Sie Therapien (Physiotherapie, Ergotherapie, Stimmtherapie etc.) auf. Listen Sie therapeutische und Behandlungspflegerische Maßnahmen auf.

Frage 1-7:Medikation (Tabletten, Augen-/Ohrentropfen, Zäpfchen, Medikamentenpflaster) – jeder Zugangsweg wird einzeln gewertet!  Injektion (in die Haut, in den Muskel, Infusionen über die Haut), Intravenöser Zugang (Port), Absaugen/Sauerstoff (durchschnittlicher Bedarf, An- und Ablegen der Sauerstoffbrille, bereitstellen eine Inhalationsgerätes / Reinigung!), Einreibung sowie Kälte-/Wärmebehandlung angeordnet? , Messung von RR/Puls/ Stuhlgangfrequenz/ Blutzucker/ Temperatur/ Flüssigkeitszufuhr) – angeordnet? , Nutzung von Körpernahen Hilfsmitteln (Korsett, Prothesen, Brille, Hörgerät, Kompressionsstrümpfe etc. – inkl. Reinigung!!),

Frage 8-11: Wundversorgung?, Versorgung künstlicher Körperöffnungen (Stoma, Tracheostoma, PEG, suprapubischer Blasenkatheter, Urostoma, Colo-Illeostoma – inkl. Reinigung (Desinfekt. Einstichstelle, Verbandswechsel), Einmalkatheterisierung / Einläufe? (Das Legen von Dauerkathetern ist hier nicht zu berücksichtigen!), KG/ Ergotherapie/ Logopädie etc., spezielle Krankenbeobachtung (Beatmung, Hämodialyse?) – wird mit 1x tägl. bewertet!

Frage 13 – 15: Arztbesuche, Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen (unter 3 Std.) z.B. Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie), zeitlich ausgedehnte Besuche medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen (über 3 Std.) z.B. Dialyse)

Dies wird gegliedert in wöchentlich (wö.), monatlich (mtl.), entfällt/selbstständig (entf.)

Frage 16: Einhalten einer Diät oder anderer krankheitsbedingter – oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften – hier wird nicht das abhalten von Alkohol/Drogen bewertet!!

Dies wird gegliedert in kann Vorschriften selbstständig einhalten / Bereitstellen reicht aus (s), Benötigt Erinnerung, Anleitung, bereitstellen reicht nicht aus, Eingreifen mind. 1x tägl. erforderlich (üs) Benötigt Erinnerung, Anleitung, bereitstellen reicht nicht aus, Eingreifen mind. mehrmals tägl. erforderlich (üu), Immer Anleitung, Beaufsichtigung, Eingreifen durchgehend erforderlich (u)

 

Modul 6: Gestaltung des Alltagsleben und sozialer Kontakte (Gewichtung 15%)

Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen möglich? Schlafen und Ruhen (Kann der Tag-/Nachtrhythmus eingehalten werden? Werden notwenige Ruhephasen erkannt? Kann mit Phasen der Schlaflosigkeit umgegangen werden?) Sich beschäftigen (können geeignete Aktivitäten gewählt werden?) Zukunft planen (Termine, anstehende Festlichkeiten – planen und kommunizieren können) Kontakt mit Personen im direkten Kontakt (Kontakt aufnehmen? Ansprechen? Reagieren möglich?) Kontakt zu Personen außerhalb des direkten Umfelds  (Nachbarn, Freunde, Bekannte etc.) aufrechterhalten möglich? (Umgang Telefon, Email, Brief möglich?)

Dies wird gegliedert in selbstständig (s), überwiegend selbstständig (üs), überwiegend unselbstständig (üu) oder unselbstständig (u).

 

Modul 7 & 8: Außerhäusliche Aktivitäten & Haushaltsführung

Fließen nicht in die Berechnung des Pflegegrades ein. Sie dienen der Erfassung um unterstützend zur Beratung hilfreich zu sein.

Ca. 3 Wochen oder länger. Das Pflegegeld wird jedoch immer rückwirkend ab dem Tag der Antragsstellung gezahlt.

Etwa ein Drittel der Anträge auf einen Pflegegrad werden abgelehnt. Von diesen Betroffenen widerspricht wiederum ca. ein Drittel der Entscheidung der Pflegekasse. Vielen Antragstellern ist einfach gar nicht bewusst, dass Sie dem Bescheid der Pflegekasse widersprechen können. Sie nehmen eine Ablehnung als unanfechtbar hin.

Die Familien sollten das Gutachten von MDK oder MEDICPROOF anfordern, sofern Sie es nicht zusammen mit dem Ablehnungsbescheid der Pflegekasse erhalten haben. Dann können Sie Schritt für Schritt abgleichen: Hat der Gutachter alles so aufgenommen, wie Sie es geschildert haben? Hat der Gutachter das Ausmaß des Hilfsbedarfs bei einer bestimmten Tätigkeit – z. B. beim Anziehen – richtig eingeschätzt? Oder ist etwas gänzlich vergessen worden? Häufig sind die Betroffenen und Angehörigen während des Termins nämlich gestresst und vergessen, wichtige Dinge zu erwähnen.

Quelle: https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegrade/widerspruch/#magazin-gute-aussichten-auf-erfolg-beim-widerspruch (07.11.2018 13:20Uhr); consens Wiesbaden Heft 3/2018; NBA Ausfüllhilfe zum neuen BegutachtungsAssessment – Caritasverband für die Diözese Münster – Referat Altenhilfe; SGB XI §14)

Gut vorbereitet für die Pflegebegutachtung – Teil 1!

November 2018,  von J. Jedlicsek

Wie Sie sich gut vorbereiten auf den bevorstehenden Termin mit dem unabhängigen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK)

„Pflegebedürftigkeit kann jeden von uns treffen. Die Seniorenlotsen sind Wegweiser und Informieren Sie gerne!“

Wenn die Selbstständigkeit „gesundheitlich (körperlich, geistig, seelisch, Behinderung)  bedingt beeinträchtigt“ ist und Hilfe bedarf. Die Pflegeversicherung übernimmt dann einen Teil der Kosten für einen ambulanten Pflegedienst oder die stationäre Pflege im Heim. Kümmern sich Angehörige um die häusliche Pflege, zahlt die Kasse ein Pflegegeld.
Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist, dass ein „erhöhter Bedarf“ an pflegerischer oder hauswirtschaftlicher Versorgung über mindestens sechs Monate besteht. Bei nur vorübergehender Pflegebedürftigkeit, beispielsweise zur Rehabilitation, ist die Pflegekasse nicht zuständig; die Kosten übernimmt dann die Krankenkasse.

Leistungen aus der Pflegeversicherung gibt es nur auf Antrag!

Rufen Sie Ihre Krankenkasse an. Diese leitet Sie weiter an die Pflegekasse/ die Pflegekasse Ihres Angehörigen und informieren Sie sich, wie Sie den Antrag stellen. Stellen Sie Ihren Antrag so früh wie möglich!

  Leistungen erhalten Sie rückwirkend ab der Antragsstellung!

 

Die Begutachtung findet immer „vor Ort“ statt, nach der Antragsstellung meldet sich der MDK um einen Termin vorzuschlagen.

Die für diese Aufgabe besonders ausgebildete Fachkraft oder Arzt kommt nicht  – wie oft angenommen – zur Kontrolle, sondern um den pflegebedürftigen in seinem häuslichen Umfeld kennen zu lernen.
So können  wertvolle Hinweise geben werden, die den Alltag erleichtern und zu baulichen Änderungen beraten werden, die ebenfalls von der Pflegekasse bezuschusst werden können.

Es kann Hilfreich sein, wenn eine professionelle Pflegekraft eingebunden ist. Sie kann auf verdeckte Einschränkungen hinweisen und sich auf der fachlichen Ebene mit dem Gutachter verständigen.
Dabei sollte der pflegebedürftige nicht vorführen was noch möglich ist, sondern vielmehr aufzeigen was nicht mehr möglich ist und welche Last dies darstellt!
Auch nahe Angehörige können wichtige zusätzliche Hinweise geben.

 

Unbedingt!  Sie sollten unbedingt alle Befunde bereitlegen.
Auch eine vorbereitete Liste, wann welche Hilfe in der Pflege und im Alltag geleistet wird, unterstützt die Antragsstellung. Auch Kleinigkeiten, wie das Aufdrehen der Wasserflasche, das Bereitstellen des Rollators, das binden von Schnürsenkeln oder das Schließen des BHs!
Häufig sind die Betroffenen und Angehörigen während des Termins nämlich gestresst oder aufgeregt und vergessen, wichtige Dinge zu erwähnen.

Für Gutachter gehört dies zum Alltag und sollten auf jeden Fall angesprochen werden!

Fortsetzung Pflegebegutachtung siehe Teil 2

Wie wird der Pflegegrad der pflegebedürftigen Person errechnet?

Was ist zu tun, wenn der Antragssteller mit dem Pflegebericht und der Einstufung des Pflegegrades nicht einverstanden ist?

 

Quelle:

https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegerecht/pflegegrade/widerspruch/#magazin-gute-aussichten-auf-erfolg-beim-widerspruch (07.11.2018 13:20Uhr); consens Wiesbaden Heft 3/2018; NBA Ausfüllhilfe zum neuen BegutachtungsAssessment – Caritasverband für die Diözese Münster – Referat Altenhilfe; SGB XI §14

Darmträgheit

VORSICHT mit Mitteln wie Laxoberal© & Dulcolax©!

Darmträgheit kann belastend sein – muss es aber nicht.

Beitrag  von J. Jedlicsek

Darmträgheit oder auch Obstipation ist keine Krankheit sondern ein Symptom. Ursachen können Erkrankungen sein, aber auch vieles andere, wie unterdrückte Toilettengänge oder Flüssigkeitsmangel.

Die Symptome sind sehr fester Stuhl, unproduktive Entleerungsversuche, Schmerzen bei der Entleerung, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Übelkeit oder Druckgefühl im Bauchraum.

Das hilft um Vorzubeugen

Natürliche Alternativen 

In Ruhe Essen und gründlich kauen, Zeit lassen, Stuhldrang nie unterdrücken, Bewegung, Bauchatmung oder eine Kolonmassage.

Essen Sie Vollkornprodukte, Knollengemüse, rohe Salate, Sauerkraut, Müsli, Naturjoghurt. Trinken Sie Molke, Buttermilch, Kefir oder Pflaumensaft. Tipp! Eine getrocknete Pflaume über Nacht in einem Glas Wasser einweichen und am nächsten Tag Essen und das Wasser trinken oder ein Glas warmes Wasser morgens auf nüchternen Magen.

Auch Leinsamen & Flohsamenschalen können helfen, aber nur  NUR MIT VIEL FLÜSSIGKEIT!

Meiden Sie Schokolade, Banane, Weißmehl, Kuchen und Schwarztee.

Die Ernährung muss langsam umgestellt werden, damit sich der Darm daran gewöhnen kann und muss mindestens vier Wochen durchgeführt werden, bevor sich der Behandlungserfolg beurteilen lässt.

Vorsicht bei schleimhautreizenden Abführmitteln

Vorsicht mit Mitteln wie Laxoberal©, Dulcolax©! Diese könne bei häufiger Anwendung zu Kalium-, Natrium- und Kalziummangel führen und damit die Obstipation verstärken, sowie zur Osteoporose führen!

Bessere Alternative

Alternativen sind osmotisch wirksame Abführmittel, wie Laxofalk®, Movicol®,  Macrogol®, Bifiteral® (Lactulose), diese halten Wasser im Darm zurück, dadurch bleibt der Stuhl weich und die Darmperistaltik wird angeregt.  Eine Dauereinnahme ist  möglich eine regelmäßige Einnahme ist jedoch das „A & O“! Denn nur so kann der Stuhl weich bleiben und eine Obstipation wird vermieden. Immer mit reichlich Flüssigkeit einnehmen!

Achtung! Lactulose führt oft zu Blähungen.

„Generell gilt: Immer in Rücksprache mit dem Arzt!“

Quelle: Pflege Heute (2014), 6. Auflage, UBAN & FISCHER; Caritas Pflegeratgeber Ernährung und Gesundheit (2010), 2. Auflage

Sommerhitze – So bleiben Sie trotzdem COOL!

Ein Beitrag von J. Jedlicsek

Abkühlen

Sorgen Sie für Abkühlung durch das Aufstellen von Wasserschalen in der Wohnung,  Regelmäßiges Lüften am Morgen/spätem Abend ansonsten Rollläden runter! Auch kühlende F Fußbäder und das kühlende Abwaschen von Armen und Beinen bietet Erfrischung! Tipp!! kalter Pfefferminz-/Salbeitee eignen sich hervorragend als kühlende Waschzusätze!

Füllen Sie ihren Mineralshaushalt wieder auf

Durch Schwitzen verlieren wir Kalium und  Magnesium, Bananen  ersetzen diese Mineralstoffe, also…… gönnen Sie sich eine.

                 

 

Frische im Bett

Greifen Sie zu einer leichten Decke oder einem Bezug, genehmigen

Sie sich eine lauwarme Dusche vor dem Schlafen gehen – lassen Sie das Wasser auf der Haut trocknen,
Tipp!! Legen Sie Ihre Nachtbekleidung zum  Abkühlen in den Kühlschrank!

Wasserhaltige Speisen

Wählen Sie leichte, wasserhaltige Speisen wie Wassereis, Speiseeis, Wassermelone, Ananas, grüner Salat, Quark,  Salatgurke, Radieschen Tomaten, Beeren, Orangen, Mango und Milchprodukte. 

 

Erfrischende Getränke

Trinken Sie mindestens 1,5Liter am Tag erstellen Sie sich gegebenenfalls einen  Trinkplan oder stellen Sie sich die Getränke schon bereit. Greifen Sie zu lauwarmen Getränken, wie Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees, Frucht- und Gemüsesäfte, Keine entwässernden Tees, kein Alkohol! Tipp!! Mit Früchten und  Kräutern, wie Wassermelone, Minze, Zitrone, Orange, 

Rosmarin, Beeren…schmeckt das Wasser noch besser und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Richtige Wahl der Kleidung

Wählen Sie lockere, leichte, helle, lange, angenehme Kleidung. Tragen Sie eine Kopfbedeckung

 

 

Meiden Sie Hitze

Gehen Sie nicht direkt in die Sonne. Gehen Sie nicht nachmittags nach draußen, Unterlassen Sie Anstrengungen und verlegen Sie körperliche Aktivität in die frühen Morgenstunden, legen Sie die  Beine öfter mal hoch.

Was tun bei Gesundheitsproblemen?

Wenn sich bei Ihnen selbst oder bei anderen ungewöhnliche Gesundheits- probleme wie zum Beispiel Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Verwirrtheit einstellen, die als Ursache auf die Hitze hindeuten, suchen Sie Schatten auf, lagern Sie den Oberkörper hoch und trinken Sie etwas. Verschaffen Sie etwas Abkühlung, indem Sie beispielsweise ein kühles Tuch auf die Stirn legen. Kontaktieren Sie einen Arzt und zögern Sie nicht bei Bedarf den Notruf 112 zu wählen!!

Alleinstehende Betagte und pflegebedürftige Personen sind bei Hitze besonders gefährdet und benötigen unsere Aufmerksamkeit.

 

Die Caritas berät Sie gerne im Rahmen eines Beratungsgesprächs zu Unterstützenden Maßnahmen bei Sommerhitze durch Ihren Pflegedienst.

Quellen: Deutscher Wetterdienst „Verhaltensempfehlungen bei Hitze“  Juli 2018,; DNQP  „Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ 1. Aktualisierung 2017;  Caritas Pflege-Ratgeber „Ernährung und Gesundheit – Pflegeberatung zu ausgewogener Ernährung“ 2. Auflage Juli 2010

 

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt! Bin ich Sturzgefährdet? Wo lauern Sturzgefahren?

Ein Beitrag von J . Jedlicsek

Bin ich Sturzgefährdet?
Sie haben eine Seh- /Hörbeeinträchtigung, Angst zu stürzen, nehmen Schlaf-, Schmerz-, Beruhigungs- oder Entwässerungsmedikamente? Bewegung macht Ihnen Mühe? Haben Probleme das  Gleichgewicht zu halten oder gelegentlichen Schwindel?

Wo lauern Sturzgefahren?
Nicht nur gesundheitliche Einschränkungen können Ursachen für Stürze sein, sondern auch die eigene Wohnung durch ungünstige Bedingungen zu einer gefährlichen Sturz – und Stolperfalle werden, durch  im Weg stehende Möbel, lose verlegte Teppiche oder Teppichbrücken, unzureichende Beleuchtung, rutschige oder glatte Fußböden, falsche Schuhe und vieles mehr.

Wie können Sie Gefahren reduzieren?
Beseitigen Sie Stolperfallen! Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Wer rastet der rostet und wird auch unsicher beim Gehen. Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft, sowie einige Kraft- und Balance-übungen sollten fester Bestandteil Ihres Tagesablaufs sein.

Sie haben bereits einen Pflegegrad und bei sich ein Sturzrisiken festgestellt? 
Die Caritas berät Sie gerne im Rahmen eines Beratungsgesprächs, das Ihnen durch die Pflegekasse zusteht,  zu Ihren Risiken und möglichen Maßnahmen.

 

Quellen: „Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege“ 1. Aktualisierung 2013, Caritas Pflege-Ratgeber„Sturzprophylaxe – dem Sturz den Schrecken nehmen“ Juli 2010, Flyer Caritasverband Offenbach „Mittelpunkt Mensch. Sturzvorbeugung“