Darmträgheit

VORSICHT mit Mitteln wie Laxoberal© & Dulcolax©!

Darmträgheit kann belastend sein – muss es aber nicht.

Beitrag  von J. Jedlicsek

Darmträgheit oder auch Obstipation ist keine Krankheit sondern ein Symptom. Ursachen können Erkrankungen sein, aber auch vieles andere, wie unterdrückte Toilettengänge oder Flüssigkeitsmangel.

Die Symptome sind sehr fester Stuhl, unproduktive Entleerungsversuche, Schmerzen bei der Entleerung, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Übelkeit oder Druckgefühl im Bauchraum.

Das hilft um Vorzubeugen

Natürliche Alternativen 

In Ruhe Essen und gründlich kauen, Zeit lassen, Stuhldrang nie unterdrücken, Bewegung, Bauchatmung oder eine Kolonmassage.

Essen Sie Vollkornprodukte, Knollengemüse, rohe Salate, Sauerkraut, Müsli, Naturjoghurt. Trinken Sie Molke, Buttermilch, Kefir oder Pflaumensaft. Tipp! Eine getrocknete Pflaume über Nacht in einem Glas Wasser einweichen und am nächsten Tag Essen und das Wasser trinken oder ein Glas warmes Wasser morgens auf nüchternen Magen.

Auch Leinsamen & Flohsamenschalen können helfen, aber nur  NUR MIT VIEL FLÜSSIGKEIT!

Meiden Sie Schokolade, Banane, Weißmehl, Kuchen und Schwarztee.

Die Ernährung muss langsam umgestellt werden, damit sich der Darm daran gewöhnen kann und muss mindestens vier Wochen durchgeführt werden, bevor sich der Behandlungserfolg beurteilen lässt.

Vorsicht bei schleimhautreizenden Abführmitteln

Vorsicht mit Mitteln wie Laxoberal©, Dulcolax©! Diese könne bei häufiger Anwendung zu Kalium-, Natrium- und Kalziummangel führen und damit die Obstipation verstärken, sowie zur Osteoporose führen!

Bessere Alternative

Alternativen sind osmotisch wirksame Abführmittel, wie Laxofalk®, Movicol®,  Macrogol®, Bifiteral® (Lactulose), diese halten Wasser im Darm zurück, dadurch bleibt der Stuhl weich und die Darmperistaltik wird angeregt.  Eine Dauereinnahme ist  möglich eine regelmäßige Einnahme ist jedoch das „A & O“! Denn nur so kann der Stuhl weich bleiben und eine Obstipation wird vermieden. Immer mit reichlich Flüssigkeit einnehmen!

Achtung! Lactulose führt oft zu Blähungen.

„Generell gilt: Immer in Rücksprache mit dem Arzt!“

Quelle: Pflege Heute (2014), 6. Auflage, UBAN & FISCHER; Caritas Pflegeratgeber Ernährung und Gesundheit (2010), 2. Auflage